Schlafmangel – Ursachen und Auswirkungen auf uns

Wir verbringen fast ein drittel unseres Lebens mit Schlafen. Der eine etwas mehr, der andere etwas mehr. Doch da sollten schon alle spitze Ohren bekommen. Bei diesem großen Anteil unseres Lebens kann Schlaf kein zu vernachlässigender Faktor sein.

Früher galten Menschen die mit wenig Schlaf auskommen, vor allem in der Berufswelt als harte Hunde. Erfolgreiche, zielstrebige und intelligente Menschen. Doch mittlerweile können wir eine Wende erkennen. Immer mehr Menschen erkennen die Wichtigkeit von genügend gutem Schlaf. Du fragst dich: “Was ist genügend und was ist guter Schlaf?”. Gute Fragen. Auf diese gehen wir im Verlauf des Artikels ein.

Mittlerweile werden Menschen, die genügend Schlaf abbekommen als ausgelassen, leistungsfähig und intelligent angesehen. Sie haben begriffen, dass nur jemand, der sich um sich selber kümmert, auch gute Leistung bringen kann. Die New-Work-Mentalität ist auf dem Vormarsch und immer mehr Unternehmen kümmern sich um ihre Mitarbeiter.

Schlaf ist in vielfältiger Art und Weise für uns wichtig. Der Körper kann sich erholen, regenerieren und entgiften. Das Gehirn verarbeitet alle Eindrücke des Tages und kann neu gelerntes Wissen festigen. Schon nach einem Tag mit wenigen Stunden an Schlaf sinkt unsere Leistung merklich. Wie genau? Ließ einfach weiter.

Welche Symptome hat Schlafmangel

Schlafmangel hat verschiedene Folgen haben. Teilweise kann es starke negative Einflüsse haben. Deswegen ist es umso wichtiger genügend Schlaf zu bekommen. Wenn du folgende Symptome bei dir bemerkst, kann es am Schlafmangel liegen:

  • Erhöhte Reizbarkeit
  • Nervosität
  • Erhöhtes Stressempfinden
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Erhöhte Kälteempfindlichkeit
  • Erhöhtes Schmerzempfinden
  • Schwerfälliges Sprachvermögen
  • Stimmungsschwankungen
  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsschwäche
  • Erhöht Appetit durch Förderung vom Hormon Ghrelin

Welche Arten von Schlafstörungen gibt es?

Schlafstörungen treten über einen längeren Zeitraum auf. Schlafstörungen können sich in unterschiedlichen Formen äußern.

Eine der bekanntesten und häufigsten Formen der Schlafstörung ist Insomnie. Bei Insomnie leiden die Betroffenen unter Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen oder frühmorgendlichen Erwachen. Die Folgen davon sind wie so häufig bei Schlafmangel Müdigkeit, Verspannung, Kopfschmerzen, depressive Stimmung, Leistungsabfall.

Hypersomnie äußert sich durch einen vermehrten Bedarf an Schlaf. Auch wenn der Nachtschlaf ganz normal war, haben Betroffene während des Tages einen erhöhten Bedarf.

Parasomnie sind Verhaltensstörungen die während der Nacht auftreten wie z.B. Schlafwandeln.

Eine weitere Form sind kurzzeitige Atemaussetzer während der Nacht. Diese werden häufig gar nicht bemerkt von den Betroffenen.

Weiterhin kann der Schlafrhythmus gestört werden, wodurch die Betroffenen am nächtlichen Wachsein leiden. Dies wird zirkadianer Schlaf-Wach-Rhythmus genannt.

Neben diesen Störungen gibt es noch Bewegungsbezogene Störungen wie z.B. das Restless-Legs-Syndrom. Dabei äußern sich die Schlafstörungen durch Bewegungen während des Schlafs.

Hinzu kommen noch viel weitere mögliche Arten. Es gibt noch viele Fälle, die zu wenig untersucht wurden oder zu selten aufgetreten sind. Doch das Thema Schlaf rückt immer weiter in den Fokus. In Zukunft werden wir sicher mehr wissen.

Was sind mögliche Auslöser für Schlafmangel?

Für deinen Schlafmangel gibt es viele mögliche Auslöser.

  • Grübelei am Abend
  • Blaulicht
  • Lärm
  • Zu viel Koffein
  • Stress im Privatleben
  • Stress im Beruf

Neben den oben genannten Möglichkeiten gibt es noch viele weitere Punkte, die zu Schlafmangel führen können. Beobachte deinen Alltag, achte auf dein Verhalten während des Tages und am Abend bevor du dich Schlafen legst. Wenn du herausgefunden hast, welche Punkte auf dich zutreffen, hast du schon einen großen Schritt in Richtung Besserung getan.

Wenn du weißt oder eine Vermutung hast woran es liegt, dann kannst du entsprechende Schritte dagegen einleiten.

In unserem Beitrag zeigen wir dir einige Tipps zum Einschlafen die dir helfen können bei deinem Schlafproblem.

Was sind die Folgen von Schlafmangel?

Selbst bei nur einem Tag weniger Schlaf zeigt seine Wirkung auf uns. Wir sind viel leichter zu reizen, haben Konzentrationsprobleme und Schwierigkeiten unsere gewohnte Leistung abzurufen. Unsere Disziplin leidet darunter und wir werden nicht so viel schaffen wie normal.

Hinzu kommt dass genügend Schlaf wichtig ist um unseren Appetit zu regulieren. Im Schlaf wird ein Leptin produziert, ein Hormon, welches unseren Hunger reguliert. Haben wir zu wenig Schlaf wird Ghrelin produziert, was wiederum unseren Appetit fördert.

Hast du zu wenig Schlaf oder die Qualität deines Schlafes ist nicht gut, hat es Auswirkungen auf deinen gesamten Körper. Selbst bei einem Tag weniger Schlaf bekommen wir schon Probleme. Die Symptome haben wir am Anfang des Artikels erläutern. Diese können sein: Lustlosigkeit, Übelkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen bei kurzfristigem Schlafmangel!

Dauerhafter Schlafmangel kann erheblichen Einfluss auf deinen Stoffwechsel haben. Dauerhafter Schlafmangel kann Halluzinationen hervorrufen, das Herzinfarktrisiko erhöhen und unseren Hormonhaushalt beeinflussen. Bei Männern wird die Spermienproduktion verringert.

Kann Schlafmangel Bluthochdruck verursachen?

Schlafmangel kann sich langfristige stark auf deine Gesundheit auswirken. Schlafmangel steht unter Verdacht dafür Herz-Kreislauf-Beschwerden und Bluthochdruck zu verursachen.

Im Vorfeld des Symposiums der deutschen Hochdruckliga wurden Ärzte aufgefordert das Schlafverhalten von Patienten zu beobachten.

Was tun bei chronischem Schlafmangel?

Chronischer Schlafmangel kann viele Gesichter haben und ist ein Anzeichen für tiefgreifende Schlafstörungen. Betroffene leiden dabei nicht nur an Einschlafproblemen, sondern auch an Durchschlafen-Problemen, denn chronischer Schlafmangel wirkt sich auf die verschiedenen Schlafphasen aus.

Einige Symptome für chronischen Schlafmangel haben wir hier aufgelistet:

  • Nicht-Einschlafen-Können
  • Häufiges Kurz-Erwachen
  • Längeres nächtliches Wachliegen
  • Frühmorgendliches Erwachen
  • Gedankenkreisen und Problem-Grübeln
  • Angstvolle Erwartungen neuerlicher nächtlicher Schlafstörungen
  • Unruhiger und flacher Schlaf
  • Krämpfe in den Beinen
  • Bewegungsunruhe, meist ebenfalls im Bereich der Beine
  • Lautes und unregelmäßiges Schnarchen
  • Nächtliche Atempausen

Die Folgen davon am nächsten Tag werden Müdigkeit und Erschöpfung sein. Deine Konzentration und deine allgemeine Leistung am nächsten Tag wird nicht deinem üblichen Standard entsprechen. Dauerhafter Schlafmangel wird nicht nur körperliche und geistige Mangelerscheinungen hervorrufen. Du wirst dich allgemein Unwohl fühlen und eine gewisse Lustlosigkeit verspüren.

Weitere Informationen über chronischen Schlafmangel erhältst du hier!

Bei dauerhaften Problemen muss zwingend ein Experte zu Rate gezogen werden!

Tipps für einen erholsamen Schlaf

Natürlich hilft gegen Schlafmangel nichts so sehr wie ausreichender Schlaf. Welch ein Wunder! Ich hoffe, deine Welt ist jetzt nicht zu sehr erschüttert. Wenn du nicht genügend Schlaf bekommst, solltest du deinen Tag besser organisieren und deinem Leben den Gefallen tun, genügend zu schlafen. Selbstmanagement ist eine Kunst für sich, doch langfristig gesehen lohnt es sich diese zu erlernen.

Schlafzimmer optimal herrichten

Neben genügend Schlaf gibt es noch einige Dinge, die helfen können. Da unser Körper darauf trainiert ist, während des Tages aktiv zu sein, solltest du zum Abend hin dein Schlafzimmer abdunkeln. So gibst du deinem Körper schon mal das Signal runter zu kommen. Genauso kann laute Musik oder Fernseher gucken dich aus der Ruhe bringen. Zumindest unterbewusst. Laute Geräusche und helles Licht sollten aus dem Schlafzimmer verschwinden.

Neben Licht und Geräuschen sollte im Schlafzimmer die optimale Temperatur vorhanden sein. Ob 19 oder 21 Grad für dich optimal ist, musst du selber herausfinden. Und ob 1 Grad mehr oder weniger wirklich ein Unterschied machen bezweifle ich. Aber du wirst es schon merken wenn es zu warm oder zu kalt für dich ist. 15 Minuten lüften am Abend kann Wunder wirken. Probier es aus!

Elektronische Geräte sollten raus aus dem Schlafzimmer. Fernseher gucken am Abend ist nicht ideal. Grelles flackerndes Licht, laute Geräusche, Blaulicht tun dir nicht gut. Blaulicht ist dafür bekannt deinen Melatonin-Spiegel zu senken. Und Melatonin ist dafür bekannt besonders wichtig für deinen Schlaf zu sein!

Wie viele Stunden Schlaf sind richtig?

Eine Frage die sich jeder stellt, doch leider wie bei vielen Fragen ist die Antwort: “Es kommt drauf an!”. Genau, es kommt auf deine Individualität an, deinen Lebensstil und dein Alter. All diese Faktoren spielen eine Rolle in der Anzahl an Stunden, die du benötigst.

Am besten nimmst du dir, wenn du mal einige Tage freihast die Zeit und findest für dich die optimale Länge heraus. Schalte den Wecker aus und gib deinem Körper einige Tage, bis er sich eingependelt hat. Nach einigen Tagen wirst du nach der gleichen Anzahl an Stunden aufwachen, ohne Wecker! Unser Körper sagt uns viel, wir müssen nur anfangen auf ihn zu hören.

Gewohnheiten & Sport

Zum Abend hin solltest du deinem Körper Ruhe gönnen und keine intensiven sportlichen Aktivitäten einplanen. Das bringt nicht nur Körper, sondern auch Geist in Fahrt. So wirst du es logischerweise schwer haben einzuschlafen.

Doch das allerwichtigste sind Gewohnheiten für uns. Wenn wir Tag für Tag das Gleiche vor dem Schlafen gehen praktizieren, gewöhnt sich unser Unterbewusstsein daran und signalisiert unserem Gehirn entsprechende Befehle an unseren Körper zu geben. Wir werden müde und schläfrig. Über Gewohnheiten haben wir in einem anderen Artikel bereits ausführlich geschrieben. Weiter unten findest du den Link dazu.

Neben diesen ganzen Ratschlägen findest du in unserem Beitrag weitere Einschlaftipps. Diese können dir weiterhelfen. Bei chronischem Schlafmangel solltest du nicht zögern dir professionelle Hilfe zu suchen.

Titelbild © Pixabay.com – @StockSnap

Ich würde mich freuen, wenn du diesen Beitrag teilst! Beiträge schreiben ist verdammt viel Arbeit! 🙂

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